Auf dieser Seite haben wie für Sie von der Internetenzyklopädie Wikipedia ein kompaktes Glossar von Begriffen, die unmittelbar in der Landwirtschaft sowie eines Landwirtschaftlichen Lohnunternehmens vorkommen, zusammengestellt. Das Glossar erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Jugendliche die einen landwirtschaftlichen Beruf ergreifen wollen sowie sonstige Interessierte finden hier sicherlich ausreichend Informationen, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Weitergehende Informationen finden Sie unter www.wikipedia.de. Gerne weisen wir auch hier daraufhin, dass unser Betrieb junge Menschen zur “Fachkraft Agrarservice” ausbildet.
 

Lohnunternehmer sind Unternehmer, die mit einem Unternehmen gewerbliche Dienstleistungen für andere Unternehmen erbringen. Oft wird der Begriff als Synonym für 'landwirtschaftlicher Dienstleister verwendet. Diese erledigen gegen Rechnung verschiedenste Arbeiten vor allem in der Außenwirtschaft Land- oder Gebietskörperschaften (Gemeinde, Bundesland etc.) forstwirtschaftlicher Betriebe, zum Beispiel Ernte, Düngung, Pflanzenschutz und Bodenbearbeitung oder forstwirtschaftliche Arbeiten.
Lohnunternehmer werden dabei Teil einer Wertschöpfungskette. Sie werden aber nicht Eigentümer des Gutes, an dem sie die Dienstleistung erbringen (z.B. des Stoffes, den sie waschen, färben, spinnen, konfektionieren oder ähnliches).
Aus Sicht des Auftragsggebers ist die Tätigkeit des Lohnunternehmers ein Zwischending zwischen Eigenfertigung und Fremdbezug ("Make or Buy").

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Landwirtschaft ist die zielgerichtete Herstellung pflanzlicher oder tierischer Erzeugnisse auf einer zu diesem Zweck bewirtschafteten Fläche.
Der Anbau von Nutzpflanzen und die Haltung von Nutztieren dient in erster Linie der Nahrungsmittelproduktion, in zweiter Linie der Herstellung von Rohstoffen für die Herstellung von Bekleidung. Vor der Produktion von Kunstfasern schufen die Menschen ihre gesamte Bekleidung aus den tierischen Produkten Leder, Pelz und Wolle sowie aus Faserpflanzen wie Baumwolle, Leinen und Hanf. Daneben spielen auch andere Verwertungsformen eine Rolle, in besonders stark zunehmendem Maße als Energieträger oder nachwachsender Rohstoff für andere industrielle Produkte.
Die Landwirtschaft ist Teilwirtschaftszweig eines größeren Gesamtsystems mit vor- und nachgelagerten Sektoren. Eine Person, die Landwirtschaft betreibt, bezeichnet man als Landwirt. Neben berufspraktischen Ausbildungen bestehen an zahlreichen Universitäten und Fachhochschulen eigene landwirtschaftliche Fachbereiche. Das dort gelehrte und erforschte Fach Agrarwissenschaft bereitet sowohl auf die Führung von landwirtschaftlichen Betrieben vor, als auch auf Tätigkeiten in verwandten Wirtschaftsbereichen.

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Auftraggeber nutzen die Dienste von Lohnunternehmern aus einem oder mehreren der folgenden Aspekte:
weil sie selbst nicht über die benötigten technischen Geräte verfügen, weil sie keine / zu wenige geeignete Arbeitskräfte oder andere benötigte Kapazitäten (z.B. Raum zur Lagerung oder Zwischenlagerung) haben oder wenn sie Kalkulationssicherheit haben wollen.
Beispielsweise besitzen landwirtschaftliche Betriebe nur selten eigene Mähdrescher, Feldhäcksler oder andere Erntemaschinen. Sie beauftragen daher Lohnunternehmer mit der Getreideernte oder Futterernte und oft auch mit Tätigkeiten, die in der Wertschpöfungskette darauf folgen, zum Beispiel Verladung bzw. Transport, Reinigung (zum Beispiel Rüben), Bau von Mieten.
Der Bundesverband Lohnunternehmen (BLU) e.V. ist die Dachorganisation der Lohnunternehmer und deren Verbände in Deutschland. Es gibt 12 Landesverbände und Landesgruppen. Der Beruf Fachkraft Agrarservice wurde geschaffen, weil Lohnunternehmerverbände Bedarf für entsprechend ausgebildete Arbeitskräfte kundgetan hatten. Eine Alternative zur Beauftragung eines Lohnunternehmens ist es, sich benötigte Produktionsmittel zu mieten (juristisch inkorrekt "Maschinenverleih" genannt) bzw. Arbeitskräfte selber zu beschaffen und die Arbeiten auf eigenes Risiko und eigene Rechnung selber durchzuführen.

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Als Bodenbearbeitung bezeichnet man in der Landwirtschaft mit einem mechanischen Eingriff in den Boden verbundene Arbeitsgänge, die die Herstellung oder Erhaltung eines für das Pflanzenwachstum günstigen, aber zugleich auch Schäden (z. B. Erosion) vermeidenden Bodenzustandes bewirken sollen. Darüber hinaus sollen auch die verfahrenstechnischen Voraussetzungen für die Pflanzenproduktion (z.B. Befahrbarkeit, Entsteinung, Dammformung) geschaffen werden.
Kennzeichnend für alle Bodenbearbeitungsverfahren ist es, dass durch sie die festen Bodenpartikel und die im Boden enthaltenen Luft- und Wasseranteile in das richtige Verhältnis gebracht werden bzw. dieses Verhältnis erhalten wird. Dies wird dadurch erreicht, dass beispielsweise Anteil und Volumen der Makroporen erhöht oder durch Eingriff in die Lebensbedingungen der Bodenfauna die biogene Durchporung des Bodens und die Lebendverbauung der Bodenaggregate gefördert wird.
Durch geeignete Bodenbearbeitungsverfahren lässt sich ferner unter anderem der Wasserhaushalt des Bodens beeinflussen (z. B. Minderung der Verdunstung durch Brechen der Bodenkapillare) , Konkurrenz- und Schadpflanzenbewuchs regulieren (Unkraut),pflanzliche und tierische Schädlinge bekämpfen, die Verfügbarkeit von Nährstoffen verbessern oder ihre Auswaschung mindern sowie die Ackerkrume vertiefen.
Die verschiedenen Bodenbearbeitungsverfahren werden in solche der Primärbodenbearbeitung und der Sekundärbodenbearbeitung unterschieden. Kennzeichnend für die Primärbodenbearbeitung ist ein mechanischer Eingriff in den Boden bis auf Krumentiefe, u. U. sogar über diese hinaus (Tiefenlockerung, Tiefpflügen). Die Sekundärbodenbearbeitung umfasst hingegen Bearbeitungsgänge bis zu einer Tiefe von circa 10 cm zur Herstellung eines Saatbettes. Weitere ebenfalls nur oberflächige Bodenbearbeitungsarbeiten sind Pflegearbeiten beispielsweise bei Hackfrüchten, etwa zur Unkrautregulierung, Kapillarbrechung zur Minderung der Verdunstung oder Belüftung der Oberkrume.

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Mist ist die in der Landwirtschaft bei Viehhaltung in Ställen anfallende Mischung der Exkremente von Tieren (Dung mit Fest- und Flüssigbestandteilen, vgl. Gülle und Jauche) mit einem Bindemedium, traditionellerweise der pflanzlichen Einstreu, meist Stroh, manchmal auch Hobelspäne oder Hanfhäcksel, oft vermischt mit dem vom Vieh nicht verzehrten Heu. Mist ist ein Wirtschaftsdünger und zählt zu den organischen Düngern.
Bis zur Einführung des Kunstdüngers war der Mist ein existenzieller Bestandteil der Landwirtschaft in Selbstversorgerwirtschaft (Subsistenzwirtschaft).
In der modernen Landwirtschaft wird Mist mit Miststreuern, im privatgärtnerischen Bereich meist per Hand mit einer Mistgabel ausgebracht. Insbesondere Pferdeäpfelmist wird häufig auch von Kleingärtnern eingesetzt (weil Pferde keine Wiederkäuer sind, sind die Nährstoffe weniger verwertet, außerdem verrottet er weniger geruchsbelastend), beispielsweise als Kompostverbesserer und zur Düngung von Rosen.
Zuchtchampignons werden in kontrollierten Kulturräumen auf fermentiertem Pferdemist kultiviert. Auch für Frühbeete ist der gärende und damit wärmende Mist als Unterbau hochgeeignet. Hier gilt Pferdemist als besonders ‚hitzig‘, während etwa Ziegenmist wenig Wärme freisetzt.
Mist kann darüber hinaus zur Biogas-Erzeugung genutzt werden. In weiten Teilen der Erde, in holzarmen Steppengegenden, war (und ist) gesammelter Mist einer der wichtigsten Heizstoffe der Feuerstelle: Er verbrennt besonders raucharm, wenn er vollständig durchgetrocknet ist und hat einen hohen Heizwert.

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Gülle ist ein natürlich anfallender Wirtschaftsdünger, der hauptsächlich aus Urin und Kot landwirtschaftlicher Nutztiere besteht. Je nach Beigabe von Einstreu und Wasser spricht man von Dick- oder Dünngülle, Schwemmmist oder Flüssigmist (vgl. Mist). Hohe Gehalte an gebundenem Stickstoff, Phosphor, Kalium und anderen Nährstoffen machen Gülle zu einem wichtigen Dünger, dessen Vorhandensein in landwirtschaftlichen Betrieben den Bedarf an zuzukaufenden synthetischen Düngern reduziert.
In einigen Gebieten des deutschen Sprachraums (Südwestdeutschland, Schweiz) wird Jauche auch als Synonym für Gülle verwendet. In der Regel bezeichnet Jauche jedoch einen Wirtschaftsdünger, der hauptsächlich aus flüssigen Exkrementen besteht. Daneben werden auch gärende Ansätze von Pflanzenmaterial mit Wasser zu gärtnerischen Zwecken als Jauche bezeichnet.
Gülle fällt insbesondere bei der Schweine- und Rinderhaltung an. Bei der Geflügelhaltung dagegen fällt in der Regel Festmist an.

Die in der Gülle enthaltenen Nährstoffanteile sind u. a. von der Tierart, der Fütterung sowie von Art und Dauer der Lagerung abhängig. Gülle enthält jedoch immer v. a. die Kernnährelemente Stickstoff, Phosphor und Kalium („NPK“) sowie Magnesium in relevanten Anteilen und entspricht in Bezug darauf meist grob der Zusammensetzung üblicher Mehrnährstoffdünger.
Schweinegülle hat einen Trockensubstanz-Gehalt von etwa 7 % und enthält 3 bis 17 % Ammonium (NH4+), 6 bis 18 % Stickstoff in anderer Form und 2 bis 10 % Phosphor in der Trockensubstanz. Rindergülle hat einen Trockensubstanz-Gehalt von etwa 8 bis 11 % und enthält 1 bis 4 % NH4+, 2,6 bis 6,7 % Stickstoff in anderer Form und 0,5 bis 3,3 % Phosphor in der Trockensubstanz.

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Kreiselmäher oder Kreiselmähwerke werden in der Landwirtschaft verwendet, um Gras (entweder für Frischfutter, Heu oder Silage) zu mähen. Sie zählen zu den rotierenden Mähwerken und mähen im freien Schnitt. Um ein ansprechendes Schnittergebnis auch bei leichtem Mähgut zu erreichen, werden Messerumfangsgeschwindigkeiten von bis zu 85 m/s benötigt. Kreiselmähwerke werden meist am Traktor vorne und/oder hinten angebaut und über eine Zapfwelle angetrieben. Zudem sind gezogene oder selbstfahrende Varianten im Einsatz, die eine größere Arbeitsbreite erlauben.

Kreiselmähwerke sind wenig störanfällig. Im Zusammenhang mit einem geringen Wartungsaufwand, hoher Arbeitsgeschwindigkeit und großen möglichen Arbeitsbreiten ist eine flüssige Arbeitsweise und damit hohe Flächenleistung (Schlagkraft) möglich.
Wegen der schnellrotierenden Teile ist eine schwere Bauart nötig, die einen hohen Leistungs- und Kapitalbedarf erfordern. Ebenso sind Schutzmaßnahmen gegen umherfliegende Fremdkörper notwendig

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Der Schwader ist ein landwirtschaftliches Gerät, das dem Zusammenfassen von Erntegut wie Heu oder Stroh zu gleichmäßigen (Nacht-)Schwaden (örtlich auch Ladscheiben, Reihen, Striche, Ruder, Striegel) dient. Diese können dann mit der Ballenpresse, einem Feldhäcksler oder einem Ladewagen aufgenommen werden. Außerdem wird das Anwelkgut auch abends in diese Form gebracht, damit es vor dem nächtlichen Tau besser geschützt wird und der Boden morgens besser abtrocknen kann, bevor das Halmgut anschließend wieder mit dem Heuwender gleichmäßig verteilt wird, damit es weitertrocknen kann.

Der Feldhäcksler ist ein landwirtschaftliches Gerät zur Aufnahme, Zerkleinerung und Verladung von Erntegut wie Gras, Luzerne oder Mais, insbesondere bei der Bereitung von Silage bzw. Ganzpflanzensilage, daneben erlangt das Gerät in letzter Zeit wachsende Bedeutung bei der Ernte nachwachsender Rohstoffe. Ein weiteres Einsatzgebiet ist das Häckseln von Stroh. Hierdurch sollen bessere Eigenschaften bei Verwendung als Einstreu erzielt werden. Feldhäcksler sind mit die jüngsten landwirtschaftlichen Maschinen.
Seit ihrer Erfindung durch Friedrich Segler in den 1940er-Jahren haben sie sich zu Höchstleistungsmaschinen entwickelt und gelten momentan als stärkste in der Landwirtschaft eingesetzte Fahrzeugkategorie. In früheren Jahren waren Feldhäcksler hauptsächlich als zapfwellen-betriebene Anbaugeräte (meist an der Dreipunkthydraulik, manchmal gezogen) für Traktoren konzipiert.

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Die Ballenpresse dient dazu, in der Landwirtschaft anfallendes Heu, Stroh oder Grassilage zu Ballen zu pressen. So kann es platzsparend gelagert werden. Ballenpressen werden von einem Traktor gezogen und über die Zapfwelle angetrieben
Heute werden meist Rund- oder Quaderballen (Gewicht bei Heu bis 400 kg/Stück, bei Silage bis über 1000 kg/Stück) gepresst. Quaderballen können nur mit dem Frontlader eines Traktors oder dem Teleskoplader bewegt werden, während Rundballen über kurze Strecken auch gerollt werden können.
Die Ballen können entweder mit Schnüren oder mit Netzen gebunden werden, wobei bei letzterem zwischen "edge to edge" und "cover edge" unterschieden wird. Für jede dieser beiden Methoden wird eine spezielle Presse benötigt.

Die am meisten verbreitete Ballenpresse ist die 1972 von der Vermeer Company erfundene Rundballenpresse. Zur Herstellung dieser zylinderförmigen Ballen wird in ihr das Heu auf simple Art und Weise aufgerollt. Dies geschieht durch gummibesetze Riemen (Presse mit variabler Kammer) oder durch Stahlrollen (Festkammerpresse). Hat der Ballen eine bestimmte Größe erreicht, wird er mit Seilen oder Netzen gebunden, bevor sich der hintere Teil der Presse öffnet und der Ballen heraus rollen kann. Die Ballen haben einen Durchmesser von 120 bis 180 cm und sind 120 cm breit. Das Gewicht beträgt zwischen 150 und 750 kg. Besonders Silageballen werden anschließend mit dem Ballenwickelgerät verschweißt und können dadurch auch im Freien gelagert werden. Alternativ gibt es auch Ballenpressen mit integriertem Ballenwickelgerät.

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Ein Mähdrescher ist eine landwirtschaftliche Erntemaschine zur Ernte von Körnerfrüchten wie insbesondere Getreide, aber auch Raps, Sonnenblumen, Ackerbohnen, Grassamen oder ähnlichem. Wie die zusammengesetzte Bezeichnung (vgl. auch im Englischen: combine harvester) andeutet, kann der Mähdrescher mehrere Verfahrensschritte in einem Arbeitsgang erledigen, insbesondere die Mahd und den Drusch der Körnerfrüchte.
In der Fachliteratur werden die heute auf dem Markt erhältlichen Mähdrescher in drei Kategorien eingeteilt. Die Einteilung erfolgt nach Art und Arbeitsweise der Dresch- und Abscheideorgane:
- Konventioneller Mähdrescher mit Tangentialdreschwerk
  und Hordenschüttler
- Axialmähdrescher mit axialem Dresch- und Abscheideorgan
- Tangential-Rotor-Mähdrescher mit Tangentialdreschwerk
   und axialen Abscheideelementen

In den letzten Jahren werden vermehrt Steuerungs- und Kontrollaufgaben, die früher durch den Fahrer ausgeführt wurden, von automatisierten Einrichtungen übernommen. So wird beispielsweise das Schneidwerk auf einer vom Fahrer vorgegebenen Schnitthöhe automatisch den Geländeunebenheiten nachgeführt. Sensoren erfassen die Bodenunebenheiten, entsprechend der Sensordaten verändert die automatisierte Steuerung sodann Arbeitshöhe sowie Neigung des Schneidwerks. Ein weiterer Automatisierungsschritt sind selbsttätige Lenksysteme. Durch DGPS kann die Position des Mähdreschers auf dem Feld mit einer Genauigkeit von ± 10 cm bestimmt werden. Mit diesen Informationen führt der Bordcomputer den Mähdrescher parallel entlang der vorherigen Fahrspur über das Feld. Der Fahrer braucht das Steuer nur noch am Ende des Feldes in die Hände zu nehmen, um die Maschine zu wenden. Des Weiteren gibt es Systeme, die mit Sensoren die Menge des Dreschgutes messen und die Geschwindigkeit des Mähdreschers so anpassen, dass dieser immer mit optimaler Auslastung fährt.

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Ein Traktor (Mehrzahl Traktoren, von lateinisch trahere ‚ziehen‘) oder Schlepper oder Bulldog ist eine Zugmaschine, die in erster Linie in der Landwirtschaft zum Zug, aber auch zum Antrieb landwirtschaftlicher Maschinen benutzt wird.
Traktoren werden außerhalb der Landwirtschaft aber auch in der Forstwirtschaft, bei Kommunalbetrieben, im Gartenbau, auf Flughäfen und im Bauwesen (Straßenbau, Erdbewegung, Garten- und Landschaftsbau) verwendet. In Nord- und Mitteldeutschland werden Traktoren auch mit dem Begriff Trecker bezeichnet, der aus dem plattdeutschen Wort trecken („ziehen“) abgeleitet ist. Im süddeutschen Raum wird als Synonym zu Traktor zuweilen auch der Begriff Bulldog verwendet. In Österreich und Deutschland lautet die amtliche verkehrsrechtliche Bezeichnung für einen Traktor Zugmaschine.
Erst ab Mitte der 1920er Jahre insbesondere mit dem in seinem ersten Modell bereits 1921 erschienen Lanz Bulldog, trat in Deutschland die Entwicklung von Traktoren ein, dessen im Vergleich zum Ottomotor ohnehin sparsamerer Glühkopfmotor die Verwendung des in Deutschland erheblich billigeren Rohöls erlaubte. Diese sehr bekannte Konstruktion wurde auch nach dem Zweiten Weltkrieg gefertigt und diente als Vorbild für viele Nachbauten weltweit. Lanz Bulldog erzielen heute Liebhaberpreise und sind wohl bei jedem Treffen historischer Traktoren zu finden.

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Der Teleskoplader, nach der Baugeräteliste (BGL) Teleskoparmstapler genannt, verbreitet aber auch als Teleskopstapler oder Telehandler bezeichnet, ist eine fahrbare Baumaschine, die als Ausrüstungsträger konzipiert ist. Das heißt, dass er, mit verschiedenen Ausrüstungsteilen bestückt, unterschiedliche Aufgaben erledigen kann. Die Maschinen werden außer in der Bauwirtschaft auch zunehmend in der Landwirtschaft, etwa zum Stapeln und Transportieren von großformatigen Strohballen verwendet.

  • Teleskoplader werden mit unterschiedlichen Tragfähigkeiten produziert. Zur Zeit beträgt die maximale Tragfähigkeit 21.000 kg. (DIECI 210.10 + Manitou MHT 10210)
  • Nach ihrer Bauart unterscheidet man zwischen Starrahmenmaschinen, Semistarrrahmenmaschinen (der Fahrzeugrahmen lässt sich auf der Vorderachse hydraulisch seitlich schwenken und neigen) und Rotormaschinen (mit einem unbegrenzt schwenkbaren Oberwagen).
  • Teleskoplader haben einen permanenten Allradantrieb mit einer pendelnden Hinterachse für optimale Geländegängigkeit mit maximaler Traktion.
  • Allradlenkung mit der Möglichkeit zur Wahl verschiedener Betriebsarten: Vorderachslenkung (für schnelle Straßenfahrt), Gleichlauflenkung (beide Achsen haben einen gleichgroßen, entgegengesetzten Radeinschlag für kleinste Wendekreise) und Krabbenlenkung (beide Lenkachsen haben gleichen Radeinschlag, für eine gleichzeitig vor- und seitwärtige bzw. rück- und seitwärtige Bewegung). Die Krabbenlenkung wird auch Hundeganglenkung genannt und ist zum Manövrieren in begrenzten Räumen wichtig.
  • Teleskoplader sind vorwiegend mit einem hydraulischen Hauptantrieb ausgestattet, der zwischen den Fahrachsen als Unterflur-Mittelaggregat angeordnet ist.
  • Ein Fahrgetriebe mit zwei Gangstufen (Transport- und Arbeitsgang) ermöglicht Geschwindigkeiten bis etwa 10 km/h und bis maximal 50 km/h. MRT 3050 von Manitou
  • Teleskophubarme ermöglichen Hubhöhen von mehr als 30 m. (Manitou MRT 3050)
  • Am Kopf der Teleskophubarme befinden sich zum schnellen Wechsel der Ausrüstung freie Anschlüsse für hydraulisch angetriebene Ausrüstungen.
  • Die Fahrerkabinen sind in der Regel als Dauerarbeitsplätze gestaltet.
  • Die Lader sind in der Regel einer elektronischen Überlast-Warneinrichtung ausgestattet.

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Siloverteiler sind landwirtschaftliche Anbaugeräte für Traktoren zur Herstellung von Silage.

Man kann zwei Bauarten unterscheiden. Die ersten Siloverteiler waren von der Zapfwelle des Traktors angetriebene mit Zinken bestückte Teller. Vom Prinzip sind sie verstärkte Kreiselzettwender. Diese Bauform hat den Nachteil, dass das Erntegut systembedingt nur zu einer Seite befördert werden kann und das nur durch die Verwendung von Schutztüchern ein einigermaßen genaues Arbeiten möglich ist. Diese Tücher stören jedoch bei der Walzarbeit in der Nähe von Silowänden. Die meisten heute verkauften Siloverteiler bestehen aus einer mit Zacken oder Blechen besetzten drehbaren waagerechten Trommel, mit der das angewelkte und von Ladewagen kleingeschnittene Gras auf dem Siloplatz verteilt wird. Dadurch soll eine gleichmäßige Verdichtung und ein möglichst geringer Luftgehalt im Silo gewährleistet werden.

Beim Silieren gehäckselten Materials ist ein Siloverteiler nicht unbedingt erforderlich, wird zur besseren Verteilung auf dem Siloplatz aber oft eingesetzt. Beim Schneiden im Ladewagen kann es jedoch zur Bildung kleiner Grasblöcke kommen, die Hohlräume unter den verfestigten Schnittkanten einschließen können. In solchen Hohlräumen kann es dann zu Fäulnisprozessen kommen, welche die Qualität des Futtersilos beeinträchtigen.

Der Siloverteiler wird am Heck in der Dreipunkthydraulik des Walztraktors befestigt und über die Zapfwelle angetrieben. Die Walze des Siloverteilers wird nach Bedarf abgesenkt und wirft das Gras vor dem rückwärtsfahrenden Traktor auf, löst dabei ungleichmäßige Verdichtungen auf und kann zum Umverteilen des Grases auf dem Siloplatz benutzt werden.

Zunächst wurden Siloverteiler oft aus alten LKW-Achsen selbst herstellt. Heute werden sie von diversen Herstellern angeboten. Neuere Versionen haben ein Gelenk mit Schwenkhydraulik, damit das Gras auch auf die Kanten des Silos verteilt werden kann, ohne dass der Walztraktor allzu dicht an die Kante heranfahren muss.

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